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Hamburg: Schwieriger Auftakt der Tarifverhandlungen für den Einzelhandel

„Extremforderungen in Krisenzeiten“, so fasst die Verhandlungsführerin der Arbeitgeberkommission, Sandra Widmaier-Gebauer, die Ausgangslage und den Inhalt der ersten Verhandlungsrunde zu den Entgelttarifverträgen für die Beschäftigten im Hamburger Einzelhandel kurz und treffend zusammen.

Die Branche habe aufgrund geopolitischer Einflüsse mit massiven Kostensteigerungen bei gleichzeitig schwacher Konsumneigung der Verbraucher zu kämpfen, beschreibt sie die Branchensituation. Der Einzelhandel stehe schon länger unter Druck. Unzähligen Medienberichten ließen sich immer wieder neue Nachrichten über Geschäftsschließungen und Insolvenzen im Einzelhandel entnehmen. Der Kostendruck führe gleichzeitig zu einem bislang unvergleichlichen Stellenabbau, erklärt Widmaier-Gebauer die Situation des Handels weiter.
„Vielen Unternehmen fehlen nach langer Durststrecke Rücklagen und Substanz, um der aktuellen Herausforderung standzuhalten. Daher mussten wir heute sehr deutlich machen, dass Entgeltsteigerungen von sieben Prozent bzw. in der Spitze sogar mehr als dreizehn Prozent, wie sie die Gewerkschaft ver.di fordert, völlig realitätsfremd sind. Wir haben an die Kommission der Beschäftigten appelliert, ihre Erwartungshaltung der aktuellen Wirtschaftslage anzupassen, da wir anders kein Tarifergebnis erzielen können“, sagte die Arbeitgebervertreterin im Anschluss an den heutigen Verhandlungsauftakt.

Die Gespräche sollen am 11. Mai 2026 fortgesetzt werden.

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