Schleswig-Holstein: Zäher Auftakt der Tarifverhandlungen für den Einzelhandel
Die heutige erste Tarifrunde für die Beschäftigten im Einzelhandel von Schleswig-Holstein gestaltete sich schwierig und endete ohne ein Angebot der Arbeitgeber. Dazu sagte Michael Fink, der Verhandlungsführer der Arbeitgeberkommission, im Anschluss:
„Unsere Branche kämpft mit Konsumzurückhaltung und einem enormen, durch die geopolitischen Krisen getriebenen Kostendruck. Wir haben viele Marktaustritte, Stellenabbau in hohem Maße und müssen feststellen, dass die ver.di-Forderungen für diese Tarifrunde völlig überzogen sind. Ein Plus von 225 Euro monatlich in allen Entgeltgruppen, dies entspricht durchschnittlich 7% und in der Spitze sogar mehr als 10% – diese Forderung konnten wir nur als realitätsfern zurückweisen. Wir haben an die Arbeitnehmerkommission appelliert, die Erwartungshaltung deutlich zu reduzieren.“ Andernfalls werde es nicht gelingen, ein Tarifergebnis zu erreichen, sagt Fink mit Blick auf den weiteren Verlauf der diesjährigen Tarifrunde.
Die Gespräche sollen am 28. Mai fortgesetzt werden.