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Tarif Spitzengespräch: Arbeitgeber setzen auf baldigen ersten Abschluss in regionalen Tarifverhandlungen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht nach dem Spitzengespräch am 23. November mit der Gewerkschaft ver.di eine Chance für die baldige Lösung des Tarifkonflikts im Einzelhandel und setzt auf einen ersten Abschluss in den Tarifverhandlungen der Länder. „Das heutige Spitzengespräch mit ver.di macht Hoffnung auf eine baldige Lösung des Tarifkonflikts im Einzelhandel. Doch die Zeit läuft. Daher zählen wir auf die Unterstützung der Landeskommissionen der Gewerkschaft“, so Steven Haarke, HDE-Tarifgeschäftsführer. Zwar habe sich der HDE mit ver.di nicht auf Tarifgebiete einigen können, die auf Basis des vorliegenden Arbeitgeberangebots einen ersten Abschluss finalisieren sollen. Allerdings teile ver.di das Ziel eines ersten Abschlusses, der zeitnah auf die anderen Tarifgebiete übertragen werden und den Tarifkonflikt bundesweit beenden kann.

„Verwiesen hat ver.di auf autonome Landeskommissionen, die basisdemokratisch über die Annahme dieser Vorreiterrolle entscheiden sollen“, so Haarke weiter. Daher würde nun allen  Landeskommissionen angeraten, auf Basis des vorliegenden Angebots eine schnelle, autonom gefasste Entscheidung zu suchen. „Innerhalb der Tarifkommissionen der Länder wird es nun eine von der zentralen Gewerkschaftskoordinierung losgelöste Abstimmung geben können“, so Haarke.

Der HDE sieht in dem Ergebnis des Spitzengesprächs eine Chance, mahnt aber gleichzeitig zu raschen Entscheidungen. Gelinge jetzt keine schnelle Lösung des Tarifkonflikts, müssten für das Jahr 2024 neue Lösungsansätze entwickelt werden. „In dem Fall müssen wir nächstes Jahr eine neue Angebotsstruktur diskutieren, die die bisherige ablöst“, so Haarke weiter.

In den Tarifverhandlungen hatten die Arbeitgeber ihr Angebot Anfang November bereits zum dritten Mal deutlich nachgebessert. Über die angebotene Laufzeit von 24 Monaten führt das Angebot zu einer Tariflohnsteigerung von über 10 Prozent und in unteren Tarifgruppen sogar von bis zu 15 Prozent. Zusätzlich würden Beschäftigte noch eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von insgesamt 750 Euro erhalten. Im heutigen Spitzengespräch wurde auch klargestellt, dass dieses Angebot bundesweit in allen Tarifgebieten gilt.

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