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Tarifverhandlungen im Hamburger Einzelhandel: Arbeitgeber legen Angebot trotz schwieriger Wirtschaftslage vor

In der zweiten Verhandlungsrunde für den Hamburger Einzelhandel haben die Arbeitgeber heute ein erstes Angebot für die Beschäftigten vorgelegt. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage sei die Tarifrunde jedoch mit erheblichen Herausforderungen verbunden, erklärte die Verhandlungsführerin der Arbeitgeberkommission, Sandra Widmaier-Gebauer.
„Die Lösungsmöglichkeiten für diese Tarifrunde sind denkbar schwierig“, so Widmaier-Gebauer nach den Gesprächen. Die Unternehmen im Einzelhandel stünden weiterhin unter erheblichem Druck. Ursachen seien unter anderem geopolitische Unsicherheiten, steigende Kosten sowie eine anhaltende Konsumschwäche. Zugleich kritisierte die Arbeitgeberseite die Forderungen der Gewerkschaft ver.di als nicht realistisch. „Trotz des massiven Drucks in den Unternehmen wünschen wir uns, dass auch diesmal eine Einigung gelingt“, betonte Widmaier-Gebauer. Das nun vorgelegte Angebot sei für viele Unternehmen bereits nur mit erheblichen Einschnitten finanzierbar. Teilweise könnten Entgeltsteigerungen nur durch Stellenabbau oder Stundenreduzierungen aufgefangen werden.
Die Arbeitgeber bieten eine Entgeltsteigerung von insgesamt 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten an. Vorgesehen ist eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,0 Prozent zum 1. November 2026 sowie eine weitere Anhebung um 1,5 Prozent zum 1. August 2027. Die Arbeitnehmerseite von ver.di lehnte das Angebot als unzureichend ab.

Die Tarifverhandlungen sollen am 2. Juni 2026 fortgesetzt werden.

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