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Dritte Tarifrunde für den Einzelhandel Schleswig-Holstein ohne Ergebnis

Auch in der dritten Tarifrunde für den schleswig-holsteinischen Einzelhandel ist heute in Neumünster kein Durchbruch gelungen.

Die Arbeitgeber unterbreiten zu Beginn der Verhandlung ein verbessertes Angebot. Bei einer Laufzeit von 24 Monaten sah es eine Erhöhung der Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen von 2,0 % im ersten und 1,8 % im zweiten Tarifjahr vor.

Um auch dem Umstand Rechnung zu tragen, dass große Teile der Branche 2020 und 2021 über Monate ihre Geschäfte wegen der Corona-Pandemie nicht öffnen durften und deshalb erhebliche Einbußen hatten, sollte nach Vorstellung der Arbeitgeber für alle Unternehmen die Tariferhöhung zwei bzw. drei Monate nach Beginn des jeweiligen Tarifjahres erfolgen. Zudem sollten Unternehmen, die durch die Pandemie besonders stark betroffen wurden, die Möglichkeit erhalten, die Erhöhung für das erste Tarifjahr erst in 2022 zu realisieren und den Beschäftigten die zeitlich spätere Gewährung durch zusätzliche Urlaubstage auszugleichen.

Die Arbeitnehmervertreter lehnten sowohl die Höhe, als auch eine Differenzierung zu Gunsten der von der Pandemie betroffenen Unternehmen strikt ab.

Dazu sagte Dierk Böckenholt, Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Nord:
„Die Verhandlungen in der diesjährigen Tarifrunde sind besonders schwierig. Auf der einen Seite gibt es eine hohe Erwartungshaltung bei vielen Beschäftigten. Auf der anderen Seite haben wir Unternehmen, die wegen staatlich angeordneter Schließungen im Zuge der Corona-Bekämpfung um ihre Existenz bangen. Wir haben versucht mit diesem Angebot einen Kompromiss zu finden, der es zuließe, dass belastete Unternehmen Personalkosten aus diesem Jahr in das nächste übertragen. D.h. die Mitarbeiter dieser Unternehmen erhalten nicht weniger als in anderen Unternehmen. Die zeitliche Verschiebung der Erhöhung würde 1:1 durch Mehrurlaub ausgeglichen. Leider ist die ver.di bislang nicht bereit, eine Differenzierung zu Gunsten betroffener Unternehmen zu vereinbaren – und dabei reden wir mit unserem heutigen Vorschlag schon nur noch von einer zeitlich späteren Anhebung der Entgelte, bei der die Verschiebung vollständig ausgeglichen werden würde.“
Die Verhandlungen werden am 21.10.2021 fortgesetzt.

V.i.S.d.P.
Dierk Böckenholt
Hauptgeschäftsführer

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