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Tarifrunde im Einzelhandel Schleswig-Holstein: Arbeitgeber legen verbessertes Angebot vor, ver.di lehnt erneut ab

Neumünster, 8. Juli 2026

Die Arbeitgeber haben in der dritten Tarifverhandlungsrunde für den Einzelhandel in Schleswig-Holstein ihr Angebot nochmals verbessert. Dennoch lehnt die Gewerkschaft ver.di das Angebot erneut ab und hält an ihren bisherigen Forderungen fest.

Das verbesserte Angebot sieht tabellenwirksame Entgelterhöhungen von 2,4 Prozent ab 1. November 2026 und weiteren 2,0 Prozent ab 1. August 2027 bei einer Laufzeit von 24 Monaten vor. Die Ausbildungsvergütungen sollen entsprechend erhöht werden.

„Mit diesem verbesserten Angebot kommen wir der Gewerkschaft zum wiederholten Mal ein gutes Stück entgegen. Es berücksichtigt sowohl die Interessen der Beschäftigten als auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Unternehmen. Mehr ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht verantwortbar“, erklärt Michael Fink, Verhandlungsführer der Arbeitgeberkommission. Der Einzelhandel befindet sich weiterhin in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Die Konsumstimmung bleibt verhalten, die Umsätze entwickeln sich in vielen Bereichen rückläufig und zahlreiche Unternehmen stehen unter erheblichem Kostendruck. Gleichzeitig haben die Betriebe in den vergangenen Tarifabschlüssen bereits deutliche Entgeltsteigerungen umgesetzt.

„Tarifpolitik muss die wirtschaftliche Realität abbilden. Unser Angebot trägt der schwierigen Lage der Branche Rechnung und ermöglicht gleichzeitig spürbare Einkommensverbesserungen für die Beschäftigten. Es wäre ein ausgewogener und tragfähiger Kompromiss“, so Fink weiter.
Die Arbeitgeber bedauern, dass die Gewerkschaft ver.di bislang in keiner Verhandlungsrunde einen Beitrag für eine Lösung geleistet hat. Stattdessen wurden die ursprünglichen Maximalforderungen unverändert aufrechterhalten.

„Wer ernsthaft einen Tarifabschluss erreichen will, muss sich in Verhandlungen bewegen. Kompromisse entstehen nicht dadurch, dass ausschließlich von einer Seite weitere Zugeständnisse gefordert werden. Der Ball liegt bei ver.di. Wir erwarten deshalb, dass die Gewerkschaft sich bewegt und konkrete Vorschläge für eine Annäherung unterbreitet“, so Michael Fink abschließend.

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